darin, einem sogroßen Land anzugehören; die Eitel-keit des Engländers schwelgt in dem Gedanken, daßein so großes Land ihm «»gehöre. Die Wurzelunserer ganzen Denkart wie unserer sämtlichen Ge-sezze liegt in dem Gefühl des Besizzes. MeineFrau sollst Du nicht beleidigen; mein Haus sollstDu nicht betreten; mein Land sollst Du nicht ver-schreien; und — mit einer Art nberweltlicher Besiz-crgreifung ^-meinen Gott sollst Dn nickt lästern!
Deutlich können wir die verschiedene Form derNationaleitelkeit bei den Bewohnern beider Länderbemerken, wenn wir die Lobsprüche, die der Fran-zose auf Frankreich häuft, mit dem sarkastischenAchselzukken vergleichen, womit der Engländer sichüber England herausläßt.
Vor wenigen Monaten machte ich einen Abstechernach Paris. Ich gerieth mit einem französischenMarguis von der bourbonischen Farbe in eine Unterredung. Mit Thränen in den Augen sprach er vondem gegenwärtigen Zustand der Hauptstadt. Ichhielt es fürs Beste Mitgefühl zu zeigen. DieseSympathie misfiel: er wischte sich die Augen mitder Miene eines Mannes der anfängt beleidigt zuwerden. „Bei all Dem, mein Herr," sprach er,„sind unsere öffentlichen Gebäude herrlich!" Ichgab es zu. „Wir haben große Fortschritte in derCivilisation gemacht." Die Behauptung blieb un-bestritten. „Unsere Schriftsteller sind die grösten inder Welt." Ich blieb stille. „LuLo - was für ein