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Wir haben gehört, daß Sie große Aufmerksam-keit auf den Bestand und die Verhütung der Ver-brechen verwenden: können Sie uns einige Nach-weisnngcn über den Zusammenhang des Verbrechensmit der Bettelei geben?
„Ich kan» ans Erfahrung sagen, daß beidejederzeit Hand in Hand gehen."
Gehen aber Armuth d. h. unvermeid-liche, unsträfliche Armuth und Verbre-chen auch stets Hand in Hand? —
„Nein, diese unterscheidet sich hierinwesentlich von der Bettelei. Im ganzenLauf meiner Erfahrungen, d. h. seit 21 Jahren,und unter einer sehr bedürftigen, solchen Verände-rungen unterworfenen Umgebung, die auch denFleissigen großen Entbehrungen anssezzen, erinnereich mich nur eines einzigen Falls von einem armenaber fleisstgen Mann ohne Arbeit, der einen Dieb-stahl beging. Ich ertapre nämlich einen Arbeiter,wie er ein kleines Stük Spek stahl; er brach inThränen ans und sagte uns seine Armuth, nichtböser Trieb, Hab- ihn hiezu verführt, denn er seiohne Arbeit und dem Verhungern nah."
Also geht das Ergebniß Ihrer Erfah-rungen ivol dahin, die große Masse deri» Ihrer Nachbarschaft vorkommendenVerbrechen sei jederzeit mehr ans Müs-siggang und Lasterhaftigkeit, als ausMangel an Arbeit entsprungen?