Wie sie so sang, suhlte Morton, der sie betrachtete, sichvon einer seltsamen und peinlichen Bermuthung ergriffen.Die Augen des Kindes, vbschon sanft, waren so siarr undleer in ihrem Blick.
„Und warum soll ich aus dem Mond kommen?"sagte er.
„Weil Ihr traurig und unheimlich ausseht. Ich magEuch nicht — ich mag den Mond nicht, er macht mir wehhier!" und sie legte die Hände an die Schläfe. „Habt Ihretwas mitgebracht für Fanny,—die arme, arme Fanny?"und dleß Beiwort besonders betonend, schüttelte sie traurigihr Köpfchen.
„Du bist reich, Fanny, mit all diesen Spielsachen."
„Bin ich? alle Leute nennen mich die armeFanny —Alle, außer dem Papa;" und sie lief auf Gawtrey zu undlegte ihr Köpfchen an seine Schulter.
„Sie nennt mich Papa!" sagte Gawtrey sie küssend;„Ihr hört es! Gesegnet sey sie!"
„Und Du küßst nie Jemand, außer Fanny — Duhast kein andres kleines Mädchen," sagte das Kind ernst,und mit einem weniger leeren Blick, als der, welcher Mor-ton traurig und bekümmert gemacht hatte.
„Niemand — nein — Nichts unter dem Himmel undvielleicht auch droben, als Dich!" und er preßte sie inseine Arme. „Aber," fuhr er nach einer Pause fort, „aberhöre, Fanny, Du mußt diesen Herrn lieb haben. Er wirdzmmcr gut gegen Dich seyn; und er hat einen kleinen Bru-der gehabt, den er so zärtlich liebte, wie ich Dich."