Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
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Lamm! wenigstens so weit ich sehen kann. Aber mankann nie ganz bernhigt seyn wegen seines Lammes, wennman es einmal dem Schlächter vorführt."

Am nächsten Tag, als einem Sonntage, war dasBüreau geschloffen, und Philipp und Gawtrey begabensich in das Kloster. Es war von Außen ein unfreundlichesGebäude; aber innen war ein großer Garten, in gutemStand gehalten, und trotz des Winters erschien er schönund erquickend, verglichen mit den häßlichen Straßen. DaSFenster des Zimmers, in das man sie wies, sah hinaus aufden grünen Nasen, und die Mauern am entlegenen Endewaren mit Epheu bedeckt. Philipp trat seine eigne Kind-heit wieder vor die Seele, als er auf die Ruhe dieses ein-samen Platzes hinabschaiite.

Die Thüre ging auf eine Kinderstimme ward ge-hörteine Stimme der Freude, des Entzückens; undein Kind, leicht und schön wie eine Else, sprang an Gaw-treys Brust.

Sich eng an ihn schmiegend, küßte ihm die KleineAngesicht, Hände, Kleider, mit einer Leidenschaft, die überihr Alter zu seyn schien, und lachte und schluchzte beinahein Einem Athem.

Gawtrey seinerseits schien ebenso ergriffen; er strei-chelte mit seiner gewaltigen Hand ihr Haar, und nanntesie mit allen möglichen liebkosenden Schmeichelnamen, ineinem zitternden Tone, der umsonst nach dem Ausdruck derMunterkeit rang.

Endlich holte er die mitgebrachten Spielsachen aus