120
„Vollkommen Madame; aber dennoch ist es nichtEuer Anerbieten, das mich umzustimmen vermag, sondernder Wunsch, eine so reizende Dame zu verbinden "
„Also ist es eine ausgemachte Sache?" sagte die Damein gleichgültigem Tone, und unter dem Reden richtete stewieder ihren Blick auf Philipp,
„Wenn Madame wieder vorsprechen will, werde ichste von meinen Planen in Kenntniß setzen," sagte Mr,Love.
„Ja, ich werde wieder vorsprechen!" Wie ste aufstandund an Philipp vorbeiging, schob ste ihren Schleier ganzbei Seite, und sah ihn mit einem von aller Koketteriefreien, aber neugierigen, forschenden und vielleicht bewun-dernden Blick an — mit dem Blick, den ein Künstler etwaeinem Gemälde schenken mag, das von größerem Werthescheint, als der Platz, an dem er es findet, eigentlich an-deutet, Das Angesicht der Dame selbst war schön und edel,und Philipp fühlte eine seltsame, schauernde Regung inseinem Herzen, als ste mit einem leichten Kopfnicken ausdem Zimmer trat.
„Ha!" sagte Gawtreh lachend, „daS ist nicht daserstemal, daß ich von Verwandten dafür bezahlt wordenbin, daß ich von mir angeknüpfte Verbindungen wiederauflöste. Bei Gott! wenn Einer ein Bureau dafür errich-ten könnte, verheirathete Leute wieder ledig zu machen;er würde in der kürzesten Zeit ein Crösus sepn! Nun gut,dies bestimmt mich vollends, die Verbindung zwischen Mon-sieur Goupille und Mademoiselle de Courval ins Reine zu