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daß, obgleich ich meines Vaters Härte und Geiz viele vonmeinen Fehlern zuschreibe, ich doch immer eine Art Liebefür ihn hegte; und während meines Aufenthalts in Lon-don hörte ich zufällig, daß er blind werde, und mit einemschlauen alten Nipp von Haushälterin lebe, die ihn wohlmit einer Dosis Magnesia zur ewigen Ruhe senden dürfte;in der Nacht nachdem sie ihm ein Testament zu ihren Gun-sten abgeschwatzt. Ich suchte ihn auf — und — aber Ihrsagt ja, Ihr habet gehört was vorgegangen?"
„Ja; und ich hörte ihn auch Euch beim Namen rufen,als es zu spät war, und sah Thränen auf seinen Wangen."
„Saht Ihr? — wollt Ihr das beschwören?" riefGawtrey mit Heftigkeit; dann mit der Hand sich dieStirne bedeckend, versank er in eine Träumerei, die einigeAugenblicke dauerte. „Wenn mir etwas Menschliches wi-derfährt, Philipp," sagte er dann plötzlich, „ist er danndoch vielleicht der armen Fanny ein Vater; und wenn eran ihr Gefallen findet, wird sie ihm alles Leid vergelten,das ich ihm vielleicht verursacht habe. Halt! jetzt da ichdaran denke, will ich Euch seine Adresse aufschreiben —vergeht sie nie — hier! Es ist Zeit, zu Bette zu gehen."
GawtreyS Erzählung machte einen tiefen Eindruckauf Philipp. Er war zu jung, zu unerfahren, zu sehrhingerissen von der Leidenschaft des Erzählers, um einzu-sehen, daß Gawtrey weniger das Schicksal als sich selbstanzuklagen Grund hatte. Zwar war er unschuldig in dieSchmach eines unwürdigen Oheims verwickelt worden,aber er hatte mit diesem Oheim zusammengelebt, obschon