Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
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unbefleckt zu erhalten selbst von dem feinen Schmutz, derdann und wann an mir hängen bleibt. Auf der andernSeite, mein junger Freund, hat die Jugend kein Recht,den Sensor zu machen; und Ihr müßt mich nehmen, wieIhr die Welt nehmt, ohne allzu ekel und skrupulös zu seyn.Mein dermaliger Beruf bezahlt sich gut; in der That ichfange an zurückzulegen. Mein wirklicher Name und meinfrüheres Leben find gänzlich unbekannt, und bis jetzt hat,in diesem Quartier, Niemand Argwohn; denn obgleichich mich viel in Paris umgetrieben, habe ich doch bisherandre Gegenden der Stadt zum Schauplatz meiner Thätig-keit gewählt; und im klebrigen müßt Ihr gestehen, daßich gut vermummt bin! Welch ein wohlwollendes Aussehenmir diese kahle Stirne gibt he? zwar," fuhr Gawtreyetwas ernsthafter fort,wenn ich sähe, daß Ihr Euch fort-bringen könntet auf einem breiter« Lebenspfade, als aufwelchem ich weiter zu kommen suche, so könnte ich zu Euchsagen,was ein lustiger Welt- und Lebe-Mann zu einemnüchternen jungen Lasten sagen könnte oder was man-cher diffolute Vater zu seinem Sohn sagt (oder sagensollte:), daß ich kein Heiliger bin, das ist kein Grund, daßDu ein Sünder werden sollst." Mit Einem Wort, wennIhr in gutem Zuge wäret in einem achtbaren Berufe,dürftet Ihr leicht zuverläßigere Bekannte haben als mich.Aber so wie es ist, sehe ich auf mein Wort, als ein ehr-licher Mann nicht ein, was Ihr besseres thun könnt."Gawtrey sprach dies mit so viel Offenherzigkeit und Ruhe,daß sein Gast sehr dadurch getröstet zu werden schien; und