Druckschrift 
3 (1841)
Entstehung
Seite
91
Einzelbild herunterladen
 

91

nannte, freundlich und ohne weitere Fragen auf, setzte mirSpeise vor, drängte mir Kleider und Geld auf ver-schaffte mir einen Paß gab mir Eure Adresse undnun bin ich unter Eurem Dach. Gawtrey, ich kenne vonder Welt noch Nichts als die dunkle Seite. Ich weiß nicht,was ich von Euch zu denken habe, aber da Ihr alleingütig gegen mich gewesen, so es ist mehr Eure Güte alsEure Hülfe, an die ich mich jetzt wende Eure freundli-chen Worte und freundlichen Mienen aber doch"er stockte und athmete schwer.

Doch mochtet Ihr Mehr von mir wissen. Wahr-haftig, mein Zunge, ich kann Euch i» diesem Augenblicknicht Mehr sagen. Ich glaube, aufrichtig gesprochen, ichlebe nicht ganz genau innerhalb der Grenzlinien des Ge-setzes. Aber ich bin kein Schurke! Ich habe nie meinenFreund geplündert und es Spiel genannt! ich habe niemeinen Freund gemordet und es Ehre genannt! ich habenie meines Freundes Weib verführt und es Galanteriegenannt!" Indem Gawtrey dies sagte, drückte er dieWorte eines ums andere durch seine übereinandergebiffenenZähne, hielt daun inne, und fuhr munterer fort:Ichringe mit dem Glück, voilü tont! Ich bin nicht, was Ihrzu vermuthen scheint, nicht ein Gauner im eigentlichenSinn, gewiß kein Räuber! Aber, wie ich Euch früher ge-sagt, ich bin ein Charlatan, wie Jeder, der reicher odervornehmer zu seyn strebt, als er ist. Auch mir thut Freund-lichkeit so Noth wie Euch. Mein Brod und mein Becherstehen Euch zu Diensten. Ich will es versuchen, Euch

LK-..». -