Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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peji," sagte Jone mit ciiicm Ton erzwungener Hei-terkeit.

Glaubst Du, reizende Jone, ich habe blos inPompeji Deinen Werth schätzen gelernt?" DieStimme des Egypters zitterte er hielt cinenAugenblick in und fuhr dann fort:

Es gibt eine Liebe, schöne Griechin, die nichtblos die Liebe der gedankenlosen Jugend ist, eineLiebe, die nicht mit dem Auge sieht, nicht mit demOhr hört, sondern in welcher die Seele für dieSeele entbrennt. Der Landsmann Deiner Vorfah-ren, der tiefsinnige Plato, tränmle von solch einerLiebe seine Nachfolger haben ihm uachznahmengesucht; aber diese Liebe hat keinen Wiederhall fürdie große Heerde es ist eine Liebe die blos hoheund edle Naturen zu fassen vermögen; sie hat nichtsgemeinsam mit den Sympathien und Banden einerroheren Zuneigung; Runzeln stoßen sic nicht zu-rück Häßlichkeit schreckt sie nicht ab. - Aller-dings fordert sie Jugend, aber sic fordert sieblos inder Frischhcit der Empfindungen; allerdings for-dert sie Schönheit, aber nur die Schönheit des Ge-dankens und des Geistes. Dies ist die Liebe, o Jone!die Dir von dem kalten, strengen Mann als würdi-ges Opfer dargebracht wird. Du hältst mich fürstreng und kalt: dies ist die Liebe, die ich aufDeinem Altar niedcrzulegen wage; Du kannst sieohne Erröthen annehmen."

Und ihr Name ist Freundschaft!" erwiedertc