Thorweg vor Bnrbos Haus trat; wir wollen sehen,Wer von Euch Eurem Lanista die meiste Ehre macht.
Die drei Gladiatoren erhoben sich vom Tisch,um drei Elegants zu begrüßen, die als die reichstenund lebensfrohesten jungen Männer in Pompeji be-kannt waren, und deren Stimmen daber über denRuhm im Amphitheater verfügen konnten.
„Waö für schöne Thiere!" sagt« Klodius zuGlaukus; „wertk Gladiatoren zu sein."
„Schade, daß sic keine Krieger sind," antwor-tete Glaukus.
Merkwürdig war zu sehen, wie der süßliche,ekle Lcpidns, den bei einem Trinkgelag jeder Son-nenstrahl blenden, im Bad jedes Lüftchen versengenwollte, ein Mensch, in welchem die Natur, ans allihren ursprünglichen Regungen hinausqedrängt undgezerrt, zu einem ungewisse», weibischen und ver-künstelten Wesen abgestanden zu sein schien, — merk-würdig war zu sehen, wie dieser Lepidns jetzt vollEifer, Kraft und Leben die mächtigen Schultern derGladiatoren mit seiner weißen Mädchenhand klopfte,mit zartem Druck ihr nerviges Fleisch und ihre ei-sernen Muskel» befühlte, ganz verloren in Bewun-derung der Mannheit, welche ans sich selbst sorg-fältigst zu verbannen, das Geschäft seines Lebensgewesen.
So sehen wir noch heut zu Tag die bartlosenlondner Salvnsschwärmer sich um die Helden desFanstkampfs drängen; so sehen wir sie bewundern,