ein Aug auf Deine Sklavin, oder Dn kannst langdarauf warten. Vae vspiti ruo! (weh Deinem Haupt!)Elende!"
„Was ist Das?" fragte die Hexe, von Einemzum Andern blickend.
Wie durch plötzlichen Antrieb fuhr Nydia vonder Wand, an welche sie sich gelehnt, auf; sie warfsich zn Stratonices Füßen: sie nmscdlang ihre Knieund sah mit den lichtlosen aber rührenden Augenzn ihr empor.
„O meine Gebieterin," schluchzte sie, „Dn bistein Weib, Dn hast Schwestern gehabt, bist jung ge-wesen, wie ich: fühle für mich, rette mich! Ich kannnicht mehr zn diese» fürchterlichen Festen gehen."
„Dummheiten!" rief die Hexe, und riß sie aneiner der zarten Hände, die zu keiner harten, Ar-beit gebildet waren, als Blume» zur Lust oder zumGewerb in Kränze zn winden, rauh vom Bodenempor. „Dummheiten! dergleichen feine Bedenkensind nicht für Sklavinnen."
„Hör einmal," sagte Burbo und klingelte mitder gezogenen Börse; „Du vernimmst diese Musik,Fran; beim Pollux, wenn Dn das wildeFüllen danicht scharf im Zaum hallst, so bekommst du sic nichtso bald wieder vor die Ohren."
„Das Mädchen ist jetzt ermüdet," erwicderteStratonice, dem Kalenus znnickend; wenn Ihr siedas nächstemal braucht, wird sic schon fügsamersein."