»Nein — ich Hab Dich in den Abgrund desUnglaubens gestürzt, jetzt will ich Dich aufdie Höhe des Glaubens leiten. Du hast nichtigeSinnbilder gesehen, jetzt sollst Du die Wirklichkeitkennen lernen, die jene vorstellen. Es gibt keinenSchatten ohne Wesen, Apäcides. Komm heutAbend zu mir. Deine Hand!"
Gerührt, aufgeregt, wirr von den Worten desEgypterS gab ihm Apäeidcs die Hand, und Lehrerund Zögling trennten sich.
Wirklich gab eS für ApcicideS keine Umkehr.Er hatte das Gelübde der Ehelosigkeit abgelegt,hatte sich einem Leben geweiht, das ihm -eyt dieganze Rauhigkeit des Fanatismus ohne die Trö-stungen deS Glaubens darzubieten schien. Natür-lich mußte er deshalb noch immer eine heiße Sehn-sucht empfinden, sich mit der unwiderruflichen Lauf-bahn zn versöhnen. Des EgypterS mächtiger, tieferGeist übte noch immer eine Herrschaft über seinejunge Phantasie, regte ihn zu unbestimmte» Ver-muthnngen auf und erhielt ihn schwebend zwischenFurcht und Hoffnung.
Unterdessen lenkte Arbaces den langsame» wür-devollen Schritt zum Hans JoneS. Beim Eintrittin das Tablinum vernahm er eine Stimme ausden Sänlengängen des PeristylS herüber, die trotzihrem Wohllaut seinem Ohr mißfällig klang — dieStimme des jungen, schonen Glaukus, und zumerstenmal dnrchbebtc ein instinktartiges Zucken der