Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
9
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sehe nur seine Ueberlister und Verhöhner! O Duhast schmählich an mir gethan! Du hast mir denGlanz des Lebenslenzes, die Sicherheit der Tu-gend, den heiligenden Durst nach Wahrheit ge-raubt. Jung, reich, glühend, die sonnigen Freu-den der Erde vor mir, entsagte ich Allem ohneMurren, entsagte mit Seligkeit und Jubel in demGedanken, daß ich das Weggeworfene gegen dieGeheimnisse höherer Weisheit, gegen den Umgangmit Göttern, gegen die Enthüllungen des Him-mels dahin gebe, und jetzt jetzt"

Ein krampfhaftes Schluchzen erstickte des Prie-sters Stimme; er bedeckte das Gesicht mit denHänden, aber durch die abgemagerten Finger dräng-ten sich große Thränen und flössen stromweise aufsein Kleid.

Was ich Dir versprochen, will ich Dir hal-ten, mein Freund, mein Zögling; Alles war unr-eine Probe Deiner Tugend; Du hast sie strahlendbewährt in Deinem Noviciat; denke nicht mehr anjene dumpfen Lügen, halte Dich fürder nicht audieses Gesinde der Göttin, die Atrienses P ihresVorsaals, Du bist werth in das Innere einzutre-ten; ich will fortan Dein Priester, Dein Führerseyn, und Du, der jetzt meiner Freundschaft flucht,wirst sie noch segnen!"

S, erstes Bändchen, S, 50.