Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
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2159
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dies Ware» die Sabbathe seiner Seele, deren er für dieFörderung seiner Arbeiten bedurfte; denn der Schriftstellerhat über andere Menschen den Vortheil, daß seine Ruhekeine Unthätigkeit ist. Er erfüllt seine Pflichten gegen dieErde und die Menschen, wenn er sie recht versteht, dnrch an-dere Eigenschaften als die des Handelns, und wenn manihn nicht inr Kreis der offen Wirkenden sieht, so benützt erseine Zeit zu Reifung eines geräuschlose» Einflusses, welcherleitend oder erleuchtend, bildend oder erhebend sich Geltungverschafft bei den rastlosen Menschen, deren edelste Handlun-gen nur die dienstwilligen Folgen aus den Gedanken derSchriftsteller sind. Nenne »ran daher den Dichter, welchenwir in die Mitte der Wechselbilder des Lebens stellen, nichteinen Sybariten der literarischen Muse, wenn er, an Som-nierabenden mit Helen an seiner Seite gedankenvoll zurück-kehrend, seine abgeschiedene Heimath begrüßt, die ihm mitihren Blumengewinden aus den einsamen Klippen, in welchesie eingebettet ist, entgegenlächelt. Obgleich schon lange ver-hcirathet, sind sie noch immer wie Liebende, und währendsic sich einander zuwenden, leuchtet aus ihren sprechendenAugen eine so innige Freude, ein so warmer Dank, daß dieWelt mit ihren mannigfaltigen Zerstreuungen und lärmendenKämpfen ihrem Daschn so fern liegt und sie mit denselbennur dnrch das glückliche Band verflochten sind, welches derSchriftsteller unsichtbar um die Herzen, die er rührt, undum die Seelen webt, die er begeistert. Nein! Charakter undUmstände machten in gleicher Weise Leonard untauglich fürden Kampf der mehr nnd mehr sich häufenden literarischen