chen Oliver in ihm vermuthcte, so gehörte, ohne Zweifeldas, was Randal zur Last gelegt wurde und die Wangeseines Bruders zum Eiblassen brachte, nicht zu den gewalt-sameren Verbrechen, gegen welche das Gesetz unerbittlichist, sondern vielmehr — wie cs so häufig auf der Laufbahndes Undanks und der Doppelzüngigkeit der Fall ist, wenndie Noth als Drängen» dazu kömmt — zu jenen unehrlichenHandlungen, die wohl noch dem Arm der Gerechtigkcil ent-wischen mögen, aber den Namen unwiderbringlich zu Grunderichten. Wie dem übrigens sepn mag, in Randals gegen-wärtiger Lebensweise zeigt sich nichts, was einen noch tie-feren Fall in Aussicht stellt. Er hat erfahren, was es heißt,nicht einmal das tägliche Brod erschwingen zu können, undseine frühere Rastlosigkeit ist in eine cpnische Apathie über-gegangen.
Er hat eine Stadtwohnung unfern der Schule, undso kömmt seine gewohnte herabwürdigende Trnnkliebe nichtvor die Augen seines Vorgesetzten. Der Branntwein ist seineinziger Hochgenuß und wird, wenn man ihn darum im Ver-dacht hat, für sein einziges Laster angesehen. Seiner Auf-gabe als Lehrer entledigt er sich so ziemlich mit Ehren.Sein Geist für die Jntrike zeigt sich gelegentlich in Versu-chen, sich bei den Söhnen reicher Väter einzuschmeicheln, diezu einem höheren Rang geboren wurden, als die übrigenSchüler, und er macht dann sehr verwickelte Anschläge, umeine Einladung für die Ferien zu erringen; sind sie aber ge-lungen und läuft die Einladung ein, so zieht er sich scheu da-vor zurück, weil er es nicht wagt, sich an den Gränzen der