Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
2137
Einzelbild herunterladen
 

L137

»Hüll'und Qualen! Mach hurtig — sag' das Schlimmsteoder das Beste!" rief Randal ungestüm.

„Wohlan denn/' sagte der arme Oliver, indem er sei-nen beabsichtigten Vorschlag noch immer zu milder» suchte.Du mußt wissen, daß der Mann unserer Schwester ein Neffedes Doktor Felpem ist, der eine sehr achtbare Schule hält.Er ist selbst kein Gelehrter und unterrichtet hauptsächlich inder Arithmetik, im Buchführen und in solchen Dirzgen; aberer bedarf eines Hülfslehrers, der sich auf die Klassiker ver-steht, da einige seiner Knaben für Collegien bestimmt sind.Und ich habe ihm geschrieben —- nur um auf den Busch zuklopfen — und nannte keinen Namen, weil ich zuvor wissenwollte, ob Dir die Sache ansteht; aber er will meine Empfeh-lung annehmen. Freie Kost und Wohnung — fünfzig Pfundim Jahr. Kurz, wenn Dir die Stelle gefällt, so ist sie Dein."

Randal schauderte vom Kopf bis zu den Füßen, undes stund lange an, bis er antwortete.

„Gut; sey es darum. So weit hat es mit mir kom-men müssen. Ha, ha! ja, Wissen ist Macht!" Er hielteinige Augenblicke inne. „Die alte Halle ist also weggetilgtvon dem Boden, Du bist ein Gewerbsmann in einer kleinenLandstadt; meine Schwester hat das Zeitliche gesegnet, undich bin fortan — John Smith! Du sagst, Du habest demSchulmeister meinen Namen nicht genannt — behalt ihnimmerhin für Dich und vergiß, daß ich einmal ein Lesliewar. Das brüderliche Band hört ans, sobald ich DeinenHerd verlasse. Schreibe also Deinem Schulmeister, der inder Arithmetik unterrichtet, und sichere den Rang eines