Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
2124
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weniger Schamröthe den Gewährschein der persönlichen Au-torschaft und Identität mitgeben möchtest, der in der einzigenSylbe 'mein liegt. Und wenn Du Dein Bestes gethan hast,mag es auch noch so schlecht seyn, was kann ein verständigerund rechtschaffener Mann mehr von Dir verlangen? Viel-leicht sagst Du, wenn Du zweitausend Jahre früher gelebthättest, so würdest Du sie die Novelle oder die goldeneNovelle genannt haben, wie Lucius seine Geschichte 'denEsel' und Apulejus, um seinen feineren Esel von allen vor-hergehenden Eseln zu unterscheiden, sein Mährchen den 'gol-denen Esel' betitelte. Aber da wir in der gegenwärtigenZeit stehen, so wäre eine derartige Bezeichnung, weil sie einVerdienst im Allgemeinen und nicht das partielle und be-schränkte in sich faßte, das allein Deinen individuellen Fähig-keiten entspricht, anmaßend und anstößig. Allerdings ichgreife nämlich der Bemerkung vor, die, wie ich sehe, Mr.Squills zu machen im Begriff steht."

Squills.Ich, Sir?"

Mr. Carton.Ihr wolltet sagen, wie Scarronsein poetisches Werk 'die komische Novelle nannte, so hättePisistratns dem seinigen den Titel 'die ernsthafte Novelle'oder 'die tragische Novelle' geben können. Aber, Squills,dieser Titel wäre weder einladend noch paffend gewesen undwürde zu einer Vergleichung mit Scarron geführt haben,der, weil todt, unnachahmlich ist. Um nun die Frage aufeine unanfechtbare mathematische Grundlage zurückzuführen da rdv 'Meine Novelle' nicht gleich ist L6 'der goldenenNovelle' und eben so wenig V L 'ver ernsten oder tragischen