Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
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eines ehrlichen und tugendhaften Herzens, daS uns bewegt,uns so gut uiit unseren Freunden zu stellen als wir können,sich lieber zu der Versicherung Hinreißen lassen 'Man mußzugebcn, daß hin und wieder wirklich etwas Gutes in mei-ner Novelle vorkömmt?' Da außerdem eine Novelledanach trachtet, die meisten Interessen oder Leidenschaften,welche die Menschheit in Thätigkeit sehen, zu umfassen unddie Einzelheiten des Lebens, welche uns Alle angehen, zugeneralistren, so deutet in Wirklichkeit der Titel an, daß dasWerk, wenn es der Autor nicht unpassend als seine Novellebezeichnet hat, auch dem Leser in diesem Lichte erscheinendarf, da er, wer er auch immer sehn mag, seinen Theil darinfindet, einen Ausdruck seiner Ideen, eine Darstellung seinerErfahrungen und ein, wenn auch nicht volles, so doch einProfilspiegelbild seiner persönlichen Identität. So eignetsich unser Abbild, wenn wir in dem Zimmer eines Anderenin den Spiegel sehen, diesen Spiegel an, und je nach derStimmung, in der wir uns befinden, oder nach dem Zustandunseres Geistes und unserer Gesundheit sagen wir zu unsselber: 'Gallicht und gelb! ich muß wohl mehr Rücksichtauf meine Diät nehmen', oder 'Ei, ich habe gute Lust, derlieben Jane meinen Antrag zu machen; denn ich sehe dochnicht so übel aus, als ich glaubte!' Was übrigens auch derErfolg eines solchen Blicks in den Spiegel seyn mag, inkeinem Fall wird cs uns zweifelhaft, daß wir unser Abbildsehen, und Jedermann sagt zu dem gespenstischen Wieder-schein: 'dies bin ich,' obschon das Stück Möbel, das ihn vonsich gibt, einem Andern gehört. Das Bild ist mein, wenn er