Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
2120
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Titel von Vielen nicht einmal ohne eine namhafte Erschüt-terung ihres Nervensystems ausgesprochen werden. Glaubtihr zum Beispiel, daß meine Freundin, Lady PriscillaGraves, die wohl eine eifrige Novellenleserin ist, aber alleweiblichen Schriftsteller für unweibliche Neberläufer zu derFahne des Mannes hält, je im Stande wäre, die Worteherauszubringen 'Ei, Sir, habt Ihr schon Zeit gehabt,meine Novelle anzusehen?' Sie würde lieber sterben,lind doch über die letzte Erwerbung der Leihbibliothekenganz Hu schwelgen dies müßte ein wesentliches Derange-ment in ihrer Gnaden Sprachorganen zur Folge haben.Oder wie könnte die hübsche Miß Dulcet, di« allerdings ganzGefühl, aber auch in dem gleichen Grade ein Bild verschäm-ter Schüchternheit ist, den Kapitän Smirke durch die Fragein Entsetzen jagen: 'Glaubt Ihr nicht, die Predigt desPfarrers in meiner Novelle sey ein wenig zu trocken?'Es bedarf einer ehernen Stirne oder wenigstens eines langenGebrauchs von citronsaurem Eisen, eh' eine achtbare Dameoder ein anspruchsloser junger Gentleman, der eine gebüh-rende Furcht davor hat, für einen Scribler gehalten zu wer-den, es über sich gewinnen kann, einen geselligen Kreis durchdie Bemerkung zu elektrisiren: 'Die Kritiker lassen den vor-trefflichen Dingen in meimr Novelle keine Gerechtigkeitwiderfahren'."

Kapitän Roland.Allerdings können aus denJrrthümern, zu welchen ein solcher Titel Anlaß gibt, schau-derhafte Folgen hervorgehen. Da haben wir zum Beispielden Rath Digwell, einen Rechtsgelehrten mit Geschmack für