2l04
di Peschiera kann meine Ehre rechtfertigen, und ich ver-schmähe es, mich zu vertheidigen gegen die Anschuldigungeneines Wucherers und eines Mannes, der —"
»Nunküem'!" sagte der Graf und warf sich in die Brust.
„Eines ManneS," beharrte Nandal, obschon man be-merken konnte, daß er zitterte, „der seinem eigenen Geständ-niß zufolge sich der Anschläge schuldig gemacht hat, in dieer mich als Theilhaber verstricken möchte, und der jetzt,ohne sich selbst zu reinigen, einen Anderen mit hiueinziehenwill —"
,,61>ei' petit Mlonsieui'!" sagte der Graf, die Mienegroßartiger Verachtung annehmend, „wenn Männer wie ichvon Personen wie Ihr Gebrauch machen, so belohnen wirsie für die Dienste, welche sie uns leisten, oder danken sie ab,wenn der Dienst nicht geschieht. Und wenn ich mich herab-laffe, eine von mir begangene Handlung zu bekennen undum Entschuldigung zu bitten, so kann wahrhaftig ein Mr.Randal dasselbe thun, ohne seiner Würde etwas zu ver-geben. Ich würde mir aber wahrhaftig nie die Mühe ge-nommen haben, gegen Euch aufzutreten, wenn Ihr nicht,wie ich erfahren mußte, unverschämte Ansprüche erhobenhättet aus die Hand der Dame, die ich, mit weniger An-maßung, als meine Braut heimzuführen hoffte; und ist nichteben dies ein Punkt, der mich zu der Erklärung zwingt, daßIhr mich betrogen und verrathen habt? Gibt es in unsererfrüheren Bekanntschaft irgend etwas, das mich annehmcnläßt, Ihr hättet nicht, statt mir zu dienen, nur Euch selbstzu dienen gesucht? Sey dem übrigens wie ihm wolle, es