allein mein Glück trübt und meiner Bewerbung unbedingtein Ende machen würde, wenn ich nicht annehmen müßte,der Grund dazu liege in einer unvollkommenen Kenntniß mei-ner Person, die in Vertrauen und Liebe umzunnrndeln dieAufgabe meines Lebens sehn soll,"
„Kein Mensch weiß schöner zu sprechen," wiederholteHarlch gleichsam in tiefer Bewunderung, und betrachtetedabei Randal, wie man eine seltene Merkwürdigkeit zu be-trachten Pflegt, „Auch freue ich mich, Euch mittheilen zukönnen," fuhr L'Estrange fort, „daß, im Fall Eure Ver-bindung mit der Tochter des Herzogs pon Serrano statt-findct —"
„Im Fall?" wiederholte Randal,
„Ich bitte um Verzeihung, wenn ich bedingungsweisestellte, was Ihr als Gewißheit ansprechen zu können glaubt,und will deshalb meinen Ansdruck verbessern. — SobaldEure Verbindung mit dieser jungen Dame stattflndet, wer-det Ihr wenigstens nichts mehr von der Klippe zu befürchtenhaben, an welcher so viele jnnge Männer mit glühendenHerzen schon beim Beginn der großen Reise gescheitert sind.Man wird Eure Heirath keine unkluge nennen können — miteinem Worte: ich habe gestern von Wien eine Depesche er-halten, welche mich von der vollständigen Begnadigung Nl-phonsv's, des Herzogs von Serrano, und von seiner förm-lichen Wiedereinsetzung in seine Lande benachrichtigt. Demwill ich noch beifügen, daß die österreichische Regierung,welche bei uns oft genug verkannt wird, durch die Landes-gesetze gebunden ist und dem Herzog nach seiner Begnadigung