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Starrsucht meiner trübseligen Buße zu erwachen und mitStandhaftigkeit die bisher vernachlässigten Pflichten in'sAuge zu fassen. Ich gestand mir, daß die Pilgerfahrt,die vor mir lag, keine verödete sey. Und dann — o dannfühlte ich, daß nicht all mein Lieben dem Grab angehörte.Mein Inneres flüsterte mir zu, daß Ihr, wenn es derWille des Schicksals war, für mein Mannesalter Alles dashättet sehn können, was die Jugend nur in der Blendung ihrergoldenen Nebel sah. Allerdings war ich damals an Helengebunden und die Ehre gebot mir, allem Hoffen zu entsagen.Aber dennoch erschien schon das Bewnßtseyn so himmlischsüß, daß mein Herz noch nicht ganz Asche sey — daß ichwieder lieben könne — und daß ich dieses herrliche Vorrechtunseres Seyns noch mein Eigenthum nennen dürfe. Dochjetzt brach die Enthüllung jenes Betrugs auf mich herein,und mit ihr däuchte mich alle Wahrheit aus der Welt ge-wichen. Ich bin von Helen befreit — ach, ja wohl befreit— weil nicht einmal Rang und Reichthum, Wohlthatenund vertrauensvolle Innigkeit auch nur ein einziges mensch-liches Herz an mich zu fesseln vermochten! Frei von ihr;aber zwischen mir und Eurer frischen Natur steht der Arg-wohn wie der Uvasbaum. Keine Hoffnung, die durch dievergiftete Luft dringen und Euch zufliegen könnte, sonderntodt niederfallen muß unter den unheimlichen Zweigen. Ichlieben! Ha, ha! ich— ich, den die Vergangenheit gelehrthat, wie unmöglich es ist, wieder geliebt zu werden. Nein;wenn diese sanften Lippen 'Ja' murmelten zu der glühendenBitte, die, wäre ich nur vor zwei kurzen Wochen frei ge-