1829
armt habe», wenn sie nicht vor ihm zurückgewichcn Ware;aber als sie sich dem Gemach zuwandte, nach welchem sic ihrenGatten geführt hatte, blickte sie über ihre Schulter nachdem Enkel hin und sagte:
„Ich bin nicht so lieblos, als es de» Anschein hat,Junge; aber es ist besser für Dich und für alle, wenn Dunicht wieder in dieses Hans kömmst— besser. Du wärest garnicht in die Stadt gekommen."
„Pfui, Mutter," sagte Dick, als er bemerkte, daß Leo-nard schweigend und mit gesenktem Haupte das Zimmerverließ. „Ihr habt Ursache, ans Euren Enkel stolzer zusehn, als auf mich."
„Stolzer auf ihn, der noch uns alle in Schande bringenkann?"
„Wie meint Ihr dies?"
Aber Mrs. Avenel schüttelte den Kopf und verschwand.
„Kehrt Euch nicht an die arme alte Seele," sagte Dick,als er Leonard auf der Schwelle einholte; „sie hat immerihre Launen gehabt. Und da in diesem Haus doch kein Vo-tum zu erholen ist und man keinen Caucus für den eigenenVater bestellen kann — wenigstens nicht in diesem ertraor-dinären, verfaulten und vorurtheilsvollen alten Lande, dasbis zum Kindischwerden hernntergesunken ist, so brauchenwir nicht mehr herzukommen, um uns anschnauzen zu lassen.Gleichwohl behüte Gott ihre alten Herzen!"
Leonards feine Empfindlichkeit in allem, was seine Ge-burt betraf, war tief verwundet durch die Anspielungen deralten Frau, die er besser begriff, als sein Onkel, und dazu