sein Geist ist wirr seit Nora's Tod. Aber Dein Name als derdes Wahlcandidaten aus jener Zeit — des siegreichen Can-didaten, für dessen Triumph der Klang der Freudenglockensich in das Leichengelänte mischte — Dein Name ruft ihmdie Erinnerung an sie zurück, und er spricht in einem Athen,von ihr nnd von Dir. Komm — wir wollen mit einandernach seinem Haus gehen; es liegt nicht weit von dem Pfört-nerhüttchen."
Die Tropfen standen auf Audley's Stirne. Mit weh-rnüthigem Staunen heftete er die dunkeln schönen Augenliuf Harley's ruhiges Gesicht.
„Harley, so hastDu endlich dieVergangenheitvergessen."
„Nein; aber die Gegenwart ist gebieterischer, und essind alle meine Anstrengungen nöthig, um Deine Freund-schaft zu vergelten. Du trittst aus gegen ihren Bruder —
— und doch stimmt ihr Vater für Dich. Und ihre Muttersagt zu dem Sohn: 'Laß den alten Mann gewähren! DasGewissen ist Alles, was noch in ihm lebt, und er glaubt,rr würde sich gegen die Ehre versündigen, wenn er gegen dieMauen stimmte.' — 'Ein Wählervorurtheil,' würde einSkeptiker sagen. Aber dieser Zug Menschennatur muß Dichrühren — zumal an ihrem Vater — Dich, Audleh Eger-sö», der Du die Seele der Ehre bist. Was wandelt Dich an?"
Egerton. — „Nichts — ein Herzkrampf — meineölte Beschwerde. Gut; ich will den armen Mann besuchen
— aber später, nicht jetzt — und nicht mit Dir. Nein, nein,ich will nicht — ich kann nicht. Harley, in dem Augenblick,«ls Du zu uns kamst, sprach ich mit Deiner Mutter."