1890
unter den Blauen, und gab sich trotz der vielen Anfälle desSchmollens und der Ausbrüche seines Mißvergnügens fürseinen Neffen genau dieselbe Mühe, welche L'Estrange fürRandal aufbot. Jndeß war noch immer eine geschloffeneKörperschaft von ungefähr hundert und fünfzig Wählern,meist aus Freisassen bestehend, vorhanden, die bis jetzt gegendie. Versuchungen beider Parteien Stand gehalten hatten.Ob sie wohl gelb, ob sie blau stimmten? Niemand konntedarüber in's Klare kommen, obschon sie versicherten, daß sieMann für Mann in der gleichen Weise abstimmen würden.Dick ließ seine geheimen „Caucuses", wie er's nannte, stetsan dieser Phalanx anbeißen. Hundert und fünfzig Stimm-berechtigte ! -— sie hatten die Wahl in ihren Händen! Niegab es so herzliche Händedrücke — ein so liebkosendes Stellenauf der Straße — und so zärtliche Ansprachen, die kein Endenehmen wollten! Aber die Stimmen klebten so fest an diesenHänden, als wären sie ein Theil der schmutzigen Haut oderder — nun, es kömmt so ziemlich auf das Gleiche heraus.
Zwanzigstes Kapitel.
So oft Audley in den Abendstunden, während Harleyvielleicht mit Levh und den Comitemitgliedern eingeschloffenwar und Randal seine Runde in den Wirthshäusern machte,sich den übrigen Gästen anschloß, unterhielt er sich haupt-sächlich mit Mokante. Seiner trüben Stimmung zum Trotzfühlte er sich schön bei der ersten Begegnung betroffen, viel-