1889
als die Ideen — daß er nie ein besonderes Interesse für dieParteipolitik gewinnen konnte — und daß eben jetzt seinHerz, traurig und einsam, wenig Sinn hatte für die Lans-»rcrcr Gelben und Blauen. Sah er sich aber einmal znrThätigkeit gezwungen, so kam unwillkürlich auch die Bered-samkeit iu Fluß, welche ihm in der Unterhaltung so natürlichwar. Er hatte warmes Blut in seinen Adern, und derWiderwille gegen Randal verlieh seinem Witz sowohl, alsseiner leidenschaftlichen Beweisführung einen herben Stachel.In der Thal konnte sich Leonard für die Aufforderung desLord L'Estrange, daß er sich an dem Wahlkampf betheili-gen solle, keinen anderen Grund denken, als den Wunschseines Beschützers, de» Mann zu demnthigen, den sie Beideals einen Betrüger kannten. Und diese Ansicht wurde auchdurch einig« unachtsame Aeußerungen bekräftigt, welche Ave-nel entfielen und unserem jungen Freund den Argwohn bei-brachten, wenn er selbst nicht tn's Feld gerückt wäre, würdesein Onkel all seinem Einfluß aufgeboten haben, um dieWahl von Egerton ab auf Randal zu leiten. Er fand esunmöglich, Dicks Abneigung gegen den Staatsmann durchVernunftgründe zu beschwichtigen, nnd ebenso wenig warendie Schelt- oder Schmeichelworte des Onkels im Stand, ihnzu bewegen, daß er nach einer Besiegung Randals zu An-griffen auf den Mann überging, welcher seinem Wohlthäter,wie dieser selbst oft versichert hatte, so theuer war wie einBruder. ,
Mittlerweile führte Dick über den Stand der Dingeunter den Gelben so sorgfältig Buch, wie Harley über denEulwer, meine Novelle. 11g