Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1856
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1858

getrieben; aber ich kann nicht so bals vergesse», wie theuermir diese Fra» war. Jndeß will ich Euch nicht mit diesemUnsinn langweilen. So viel ich von dem Vorgefallenenverstehe, wird ihr Bruder wahrscheinlich all sein Vermögenverlieren, nnd wenn auch nicht, so ist er unter allen Um-ständen ein kläglicher Schurke. Ich kann den Gedanken nichtertragen, daß sie so ganz abhängig sehn soll nnd vielleichtgar dem Mangel Preis gegeben ist. Im Grunde muß dochGutes in ihr sehn ich sehe dies schon darin, daß ^kemeine Hand ablehnte, weil sie mich nicht liebte. Einehabgierige Person würde in ihren Verhältnissen nicht so ge-handelt haben."

Ihr urtheilt hierin ganz richtig. -Aber quält Euchnicht mit diesen edelmüthigen Besorgnissen. Madame diNegra wird nicht dem Mangel anheimfallcn und ebenso wenigvon ihrem ehrlosen Bruder abhängig bleiben. Die ersteHandlung des Herzogs von Serrano nach Wiedererringung»seiner Lande wird in einer passenden Versorgung seiner Ver-wandten bestehen. Dafür will ich bürgen."

Ihr nehmt mir eine Last von der Seele. Ich hatteim Sinne, Euch nm Euer Fürwort zu bitten bei Niecabocca dem Herzog wollt ich sagen (es hält bei mir so schwer,zu denken, daß er ein Herzog sehn kann!). Es steht leidernicht in meiner Macht, Madame dt Negra etwas zu geben,und ich könnte höchstens meine Offiziersstelle verkaufen; aberdann habe ich Schulden, die ich abtragen möchte, und derErlös aus meinem Patent würde nicht einmal ausreichen.Und wenn ich es verkaufe, könnte mein Vater vielleicht noch