Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1849
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1849

gewonnen habe. Ihr sagtet vor einigen Abenden etwas.Dies hat seitdem schwer auf meinem Herzen und auf meinemGewissen gelastet. Ihr sagtet, daß "ich kein Geheimniß vorEuch haben dürfe, da dies bei unserem gegenseitigen Ver-hältniß ein Betrug wäre.' Ich habe ein Geheimniß gehabt,obschon cs oh glaubt mir lang anstand, bis ich selbstmir dessen klar bewußt wurde. Ihr beehrtet mich mit einerWerbung, die so hoch über meiner Geburt und meinen Ver-diensten steht. Ihr sagtet, ich könne Euch trösten und be-ruhigen. Was konnte ich auf solche Worte erwiedernich, die ich Euch zu weit mehr, als zu kindlichem Danke ver-pflichtet bin? Und ich glaubte, daß meine Neigungen freisepen und daß sie dieser Pflicht mit Freuden Nachkommenwürden. Aber aber aber" fnhr Helen mit leisererStimme fort, während sie ihr Haupt noch tiefer bengteich täuschte mich selbst. Ich sah ihn wieder, der mein Allesin der Welt gewesen war zu einer Zeit, in welcher mir dieWelt nur Schrecken bot n»d da da ich zitterte.Meine eigenen Erinnerungen meine Gedanken erschreck-ten mich. «Gleichwohl rang ich fest und entschlossen, umdie Vergangenheit von mir zu verbannen; Ihr glaubt mirdoch nicht wahr? Und ich hoffte zu überwinden. Aberseit jenen Euren Worten fühlte ich immer, daß ich Euch auchvon diesem Kampf Mittheilung machen müsse. Ich treffejetzt zum-erstenmal wieder mit Euch zusammen, seit Ihr siegesprochen habt. Und nun nun ich habe ihn wiedergesehen, und und obgleich diejenige, welche Ihr ge-würdigt habt zu Eurer Braiit zu erwählen, durch keine