Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1834
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daß er dem Treulosen einfach seine Lichtung und Liebe ent-zieht, sondern Treu und Glauben scheint ihm aus der ganzenWelt verschwunden zu sehn; der gekränkte Geist blickt in dieVergangenheit zurück und verwirft alle ihre schönen undedlen Züge als Thorheitcn, welche nur Weh für ihn imGefolge hatten, während die Zukunft ihm als ei» Weg er-scheint, mit lächelnden Berräthern besetzt, die er mit gleicherVerstellung behandeln oder mit überlegener Kraft zermalmenmuß. Die Verschuldung eines Verraths an solchen Men-schen ist unberechenbar; denn er beraubt die Welt allerWohlthaten, die sie sonst ans-ihrem Gang durch's Lebenausgestreut hätten, und wird verantwortlich für all dasSchlimme, das aus der Verderbniß von Naturen entspringt,welche gerade durch ihre üppige Entwicklung, wenn die Lufteinmal verunreinigt ist, nur Krankheit verbreiten. So lagertdie Malaria nicht über kahlem, unfruchtbarem Boden oderüber der öden Wildniß, sondern über Strichen, die vordemeine südliche Sonne zu entzückenden Gärten gereift überden Lagcrpunktcn mächtiger Städte, in welchen der Prunkder Paläste geherrscht hat.

Es war nicht genug, daß der Freund seiner Jugend, derVertrante seiner Jugend dieses Vertrauen verrieth und imGeheim sich zu seinem glücklicheren Nebenbuhler anfwarf nicht genug, daß man ihm gestattete, die Spuren desWeibes, das sein junges Herz bis zum Wahnsinn vergötterte,überall hin mit dem Schmerz der Sehnsucht und Neue zuverfolgen daß man ihn glauben ließ, sic habe sich seinerBewerbung mir entzogen, weil sie an Edelsinn nicht zurück-