„Mein thenrer Mr> Dalc'," rief Leonard entzückt —„Ihr seyd Eurer Sache so gewiß?"
„Ja — aus Allem, was ich gesagt habe und was ichselbst non Lord L'Estrange weiß. Geht also ohne Umständenach Knightsbridge, sucht Miß Digby auf, enthüllt ihrEuer Herz, setzt Ihr, wenn Ihr wollt, Eure Aussichtenauseinander, bittet sie um die Erlanbuiß, Euch an LordL'Estrange wenden zu dürfen (da er sich zu ihrem Vormundaufgeworfen hat), und wenn Lord L'Estrange zaudert — ichglaube aber nicht, daß er dies thun wird, da es sich um EuerLebcnsglück handelt — so setzt mich davon in Kenntniß undüberlaßt das Nebrigc mir."
Leonard fügte sich in des Pfarrers gewinnende Bered-samkeit. Ja, wenn er sich der Stellen in dem Manuskript derunglücklichen Nora erinnerte, welche sich auf die Liebe bezo-gen, die Harlcy gegen sic kundgegeben hatte (oenn er fühltesich überzeugt, daß Harlcy und der knabenhafte Freier inNora's Erzählung eine und dieselbe Person sey), und wenner die Theilnahme, welche sein Beschützer an seinem Geschickgenommen, aus seiner Verwandtschaft mit ihr ableitete, selbstwährend Lord L'Estrange sie für weniger nahe hielt, als erjetzt entdecken mußte, so konnte er nach dem Urtheil seinesHerzens recht wohl der Annahme Raum geben, es werde denedlen Harley freuen, den Sohn Derjenigen glücklich zu ma-chen, welche er in seiner Jugend so innig geliebt hatte.
„Und Dir vielleicht, o meine Mutter!" dachte Leonard,und sein Auge füllte sich mit Thränen — „Dir verdanke ichvielleicht aus Deinem Grabe noch die Genossin meines Le-