1813
triebes nennen, wenn sie sich dem Gegenstand ihres Vorzugsgegennbersehen. Gerade so, wie Ihr das Benehmen der MißDigby schildert, war das meiner Carry, als ich nm sie warb."
Der Pfarrer erging sich jetzt in einer sehr sachgemäßenAbschweifung über weibliche Bescheidenheit und schloß die-selbe mit der Versicherung, daß diese schätzbare Tugend indemselben Verhältnisse der Einwirkung des vorgenanntenphrenologischen Triebes sich hingcbe, in welchem ein Freiereiner bestimmten Erklärung sich nähere. Es sey die Pflichteines galanten und ehrenhaften Liebhabers, den Antrag inklarer und orthodoxer Form zu stellen, eh' er erwarten könne,daß ein junges Frauenzimmer sich bloßstelle und auch durchdie leiseste Andeutung über den Stand ihres Herzens derWurde ihres Geschlechts etwas vergebe.
„Dann," fuhr der Pfarrer fort, „fällt Euch gar ein.Euch durch Hervorhebung des Gegensatzes in Eurer eigenenHerkunft und Lage zu den veränderten Verhältnissen derMiß Digby, der Mündel des Lord L'Estrauge und desGastes der Lady Lansmere, zu quälen. Ihr sagt, wennLord L'Estrange eins solche Verbindung guthieße, würdeer gegen Euch einen ganz andern Ton angenommen, EuerHerz ausgeholt. Eure Hoffnungen crmuthigt haben, unddergleichen. Ich sehe die Dinge in einem ganz anderen Lichtund habe meine Gründe dafür. Aus Allein, was Ihr mirüber die Theiluahme dieses Edelmanns an Eurem Schicksalemitgetheilt habt, getraueich mir Euch zu versprechen, daßLord L'Estrange den Bund bestätigen wird, wenn Miß Digbygeneigt ist, Eure Hand anzunehmen."