1795
Melodrama. Der arme Frank! Augenscheinlich ist jetztBeatrice di Negra, die Dame, die er anbetete, für ihn ver>loren. Ihr sagt, sie habe den Grafen begleitet. Ist dasBerlöbniß, das zwischen ihr nnd Frank stattfand, wiederaufgelöst?"
„Ich habe nichts von einem solchen Berlöbniß, wohlaber von einer Neigung, die siez» einem Ander» gefaßt hatte,gehört. Letzteres wäre freilich kein Abhaltungsgrund gewe-sen , gleichwohl den Mr. Hazeldean zu heirathen. Drücktihm meinen Glückwunsch aus, daß er noch zu guter Zeitentronnen ist."
„Nicht doch; er darf nicht wissen, daß ich unabsichtlichsei» Geheimniß verrathen habe; aber Ihr könnt nun erra-then, was Euch vielleicht früher räthselhaft erschien — dieArt nämlich, wie ich so gut mit dem Grafen nnd seinen Be-wegungen bekannt wurde. Ich stehe auf sehr vertrautemFuß mit meinem Vetter Frank, und Frank war der Ver-lobte der Marchcsa."
„Es freut mich, daß Ihr mir diese Aufklärung gebt,die mir vollkommen befriedigend erscheint. Am Ende ist die-Marchesa keine von Natur aus schlechte Frau — das heißt,nicht schlimmer, als Weiber im Allgemeine» sind. So sagtwenigstens Harley, und auch Violante verzeiht ihr und ent-schuldigt sie."
„Die edelmüthige Violante! Aber es ist wahr. DieMarchesa kam mir immer vor, als besitze sie schöne, wennauch irregeleitete Eigenschaften, und ich traute ihr zu, daßsie geneigt sey, zu Vereitlung der verbrecherischen Plane
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