1754
blieb er stehen und blickte nicht einmal Beatricen nach, alssie, auf den Arm des Lord L'Estrange gelehnt, van hinnenging. Er begab sich sodann nach der Schiffsseitc und harrtedes Bootes, welches jetzt die Matrosen niederließen.
Als Beatrice in die Nähe der Stelle kam, wo Violantein aufgeregtem Flüstern auf die ängstlichen Fragen ihresVaters antwortete, hielt sie an und lehnte sich schwerer aufden Arm ihres Führers.
„Jetzt ist es Ener Arm, der zittert, Lord L'Estrange,"bemerkte sie mit einem wehinüthigen Lächeln, ließ Harleylos, eh' dieser antworten konnte, und beugte ihr Haupt de-müthig vor Violante.
„Ihr habt mir bereits vergeben," sagte sie in einemTon, der nur das Ohr des Mädchens erreichte, „und meineletzten Worte sollen nicht der Vergangenheit gelten. Ich seheEure Zukunft glänzend vor mir liegen unter jenen ewigenSternen. Bewahrt Eure Liebe — hofft und vertraut.Dies sind die Abschiedsworte eines Weibes, das bald für dieWelt todt seyn wird. Schönes Mädchen, sie sind prophetisch."
Violante warf sich an die Brust ihres Vaters, um anderselben ihr glühendes Antlitz zu verbergen, während siezugleich ihre Hand Beatricen überließ, welche sie an ihrHerz drückte. Dann kehrte die Marchesa zu Harley zurückund verschwand mit ihm in dem Inneren des Schiffes.
Als Harley wieder auf dem Deck sichtbar wurde, schiener wirr und verstört zu seyn. Er vermied den Herzog undViolante und stieg als der Letzte in das Boot, das jetzt aufdem Wasser lag,