Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1740
Einzelbild herunterladen
 

sich stumm und, wie es schien, ergebungsvoll, Peschicralächelte spöttisch und stieg,, während zwei seiner Miethlingemit Fackeln vor ihm herleuchteten, einige Stufen hinab, dienach einem Treppenabsatz zwischen der Halle und dem Erd-geschoß führte. Hier befand sich eine kleine offene Thüre, inderen Nähe der Strom vorbeiflnthete, Ein Boot war andem Ufer angelegt, und davor stunden vier Männer, ihremAenficren nach italienische Matrosen, Bei PeSchiera's Er-scheinen sprangen drei derselben in das Fahrzeug und hiel-ten die Ruder in Bereitschaft, Der eine legte sorgfältigdie Planke auf, welche man vor dem Boot an den Kai ge-schoben hatte und bot dem Grafen dienstfertig den Arm.Peschiera war der Erste, der einsticg; er nahm, eine heitereOpernarie vor sich hinsummcnd, liebendem Steuer Platz.Die beiden Franenzimm'er wurden zunächst hineingehoben,und Violante suhlte, daß der Mann, welcher neben derPlanke stand, ihr fast krampfhaft die Hand drückte. Dieklebrigen folgten, und eine Minute später hüpfte das Bootschnell über die Wellen nach einem Schiff hin, das ungefährhundert Ruthen stromabwärts und etwas bei Seite von dengemeineren Fahrzeugen lag, von denen der Fluß wimmelte.Die Sterne blinkten bleich durch die neblichte Luft, und indem Boot war Alles stille; nur der regelmäßige Schlag derRuder bekundete Leben, Der Graf hielt in seiner Arie innc,hüllte sich in die weiten Falten seines Pelzmantels und schienin Gedanken vertieft zu seyn. Sogar in dem unvollkommenenSternenlicht ließ sich auf Peschiera's Gesicht der Ausdruckvon Triumph erkennen. Der Erfolg hatte das sorglose und