1739
ken — draußen aber in Sicherheit. Ich bin an Eurer Seite
— ich, Violante!"
Die Stimme bebte Biolanten durch's Herz. Sie fuhrzusammen und blickte auf. Aber von dem Gesicht des Man-nes das sich unter dem Hut und Mantel verbarg, war nichtszu sehen als eine Masse schwarzer Locken und ein Bart vonderselben Farbe.
Der Graf riß jetzt die Thüre auf, seine Schwester hintersich herschleppend, die noch immer nicht von ihm Massenwollte.
„Ha — dies ist gut!" rief er dem Mann in italienischerSprache zu. „Tragt mir die Dame nach, aber sachte, undwenn sie schreien will — je nun, so wendet geradesovielGewalt an, als nöthig ist, sie zum Schweigen zu bringen
— weiter nicht. Was Dich betrifft, Beatrice — tückischeVcrrätherin! — so könnte ich Dich zu Boden schlagen —aber — nein — so ist eS hinreichend."
Er umfaßte seine Schwester mit den Armen und eiltemit ihr ohne Rücksicht auf ihr Schreien und Sträuben dieTreppe hinunter.
Die Halls war voll von wilden, braunen Männergesich-tern. Der Graf wandte sich an einen aus dem Haufen undflüsterte ihm etwas zu. Im nächsten Augenblick war dieMarchesa ergriffen und geknebelt. Der Graf warf einenBlick über seine Schultern zurück. Vivlante war dicht hin-ter ihm, von dem Manne geführt, dem Pcschiera sie ver-traut hatte und der jetzt auf Beatrice deutete, augenschein-lich um sie vor Widerstand zu warnen. Diolante verhielt