Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1717
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1717

Ja, warum nicht?" murmelte Beatrice leise und gingvoran. Ihr Haupt war auf die Brust gesenkt und der Stolzaus ihrem Gang verschwunden.

Sie erreichten einen Wagen, der in eiuer Biegung desWeges stand. Beatrice sagte bei Seite ein Wort zu demKutscher, einem im Dienste des Grafen stehenden Italiener.Dieser nickte und öffnete den Schlag. Die Damen stiegenein. Beatrice ließ die Blenden nieder; der Kutscher bestiegden Bock und fuhr rasch weiter.

Beatrice, die sich in dem Wagen zurücklehnte, ächzte laut.Violante rückte näher an ihre Seite.

Habt Ihr einen Schmerz?" sagte sie mit ihrer zärt-lichen, melodischen Stimme;oder kann ich Euch einenDienst leisten, wie Ihr mir dienen wollt?"

Kind, gebt mir Eure Hand und seyd stille, so lang ichEuch ansehe. War ich jemals so schön, wie sie? Nie! Undwelche Tiefen welche Tiefen rollen zwischen ihr und mir."

Sie sprach dies wie in Geistesabwesenheit und versankabermals in ein Schweigen, fuhr aber fort, Biolante anzn-blicken, deren Augen, von den langen Wimpern verschleiert,vor dieser Betrachtung sich zu Boden senkten.

Plötzlich fuhr Beatrice ans und rief, indem sie die Handan die Haltschnur legte:

Nein, es soll nicht seyn."

Was soll nicht seyn?" fragte Biolante, überraschtvon diesem Ausruf und der denselben begleitenden Bewegung.

Beatrice hielt inne. Ihre Brust wogte sichtbar unter denKleidern.