Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1710
Einzelbild herunterladen
 

1710

Nie stand ich dem Vermögen und der Macht so nahe,"sagte Randal, als er sich langsam entkleidete. «Und ich ver-danke dies dem Wissen meiner Kenntniß der Menschendes Lebens und alles dessen, was uns die Bücher lehrenkönnen."

So ließen seine feinen dünnen Finger den Löscher überdas Licht fallen, und der glückliche Planmacher legte sich nie-der, nm im Dunkeln zu schlafen. Die Läden geschloffen, dieVorhänge niedergelassen nie war eine Ruhe ruhiger oderein Gemach dunkler!

An jenem Abend hatte Harley bei seinem Vater ge-speist. Er sprach viel mit Helen, mit Violante dagegenfast gar nicht. Als übrigens später und nur kurze Zeit vorseiner Verabschiedung Helen auf seine Bitte eine von seinenLieblingsarien auf dem Piano spielte und Ladp Lansmere,die zwischen ihrem Sohn und dem italienischen Gast saß,das Zimmer verließ, benützte Violante dis Gelegenheit, uman Harley eine Frage zu richten.

«Ihr kennt die Marchese di Negra?" sagte sie mithastiger Stimme.

Ein wenig. Warum fragt Zhr?"

«Das ist ein Geheimniß," antwortete Violante undversuchte mit ihrer alten offenen kindlichen Schalkhaftigkeitzu lächeln.Aber sagt mir, habt Ihr eine bessere Mei-nung von ihr, als von ihrem Bruder?"

«Zuverlässig. Ich glaube, sie besitzt ein gutes Herzund ist nicht ohne edle Eigenschaften."

Könnt Ihr nicht meinen Vater veranlassen, daß er