Violaute wandte ihr Antlitz, auf welchem sich der Aus-druck stolzen Staunens kund gab, dem Sprecher zu, und un-bewegt hielt Randal ihrem Blicke Stand. Ohne Wärme undin dem Tone eines Mannes, der eher ruhig argumentirt,als einem tieferen Gefühle Raum gibt, fuhr er fort —
„Der Mann, von dem ich spreche, ist Euch auf derFerse, und ich habe Ursache, zu glauben, daß er sich bereitsbei Euch eingedrängt hat. Ah, Euer Gesicht verräth dieRichtigkeit meiner Vermuthung — Ihr habt Peschiera ge-sehen? Dieses Haus ist also nicht so sicher, wie Euer Baterglaubte. Ihr werdet nirgends Sicherheit finden, als indem Haus eines Gatten. Ich biete Euch meinen Namen— er ist der eines Gentleman — mein Vermögen, das frei-lich nur klein ist, und die Theilnahme an meinen Hoffnungenauf die Zukunft, die groß vor meinen Augen schwebt.Empfangt jetzt den Brief Eures Vaters, und ich erwarteEure Antwort."
Randal machte eine leichte Verbeugung, übergab Vio-lante» das Schreiben und trat einige Schritte zurück.
Es lag nicht in seiner Absicht, sich Violante's Neigungzu gewinnen, da er im Gegentheil ihren Widerwillenwecken oder ihr Schrecken einflößen wollte. Die Gründewerden sich später Herausstellen. So trat er bei Seite,anscheinend in einer Art selbstvertrauender Gleichgültigkeit,während das Mädchen folgende Zeilen las:
„Mein Kind,
„Nimm Mr. Leslie mit Wohlwollen auf. Er wirbtmit meiner Zustimmung um Deine Haud. Umstände,
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