lastete die Armuth drückend auf ihm, vor Allem die Geld-schuld an Harley, deren Gewicht brennend auf seinem Ehr-gefühl lag. Er sah kein anderes Mittel, seine Besitzungenfrei zu machen und seinen Freund zu bezahlen, als eine reicheHeirath. Todt gegen die Liebe, wollte er Anfangs vondiesem Gedanken nichts wissen, und auch später griff er ihnnur mit apathischer Gleichgültigkeit auf. Levy, von dessenVerrath gegen ihn und Nora er nichts wußte, behauptetenoch immer die Gewalt über ihn, welche ein Geldausleiherbei solchen, die ihm schuldig waren, schuldig sind oder schul-dig werden können, nie aus der Hand läßt. Er lag ihmstets an, daß er um die reiche Miß Leslie werben solle!Lady Lansmere, die ihm einen Ersatz seines häuslichen Ver-lustes wünschte, drang gleichfalls in ihn, und dis vom Fest-land aus kommenden Briefe Harleys, der dem Einfluß seinerMutter folgte, riethen ihm nicht minder zu diesem Schritte.
„Macht es, wie Ihr wollt," sagte endlich Egerton zuLevy, „nur sorgt mir dafür, daß ich nicht der Pensionäreines Weibes bin."
„Wollt Ihr für mich das Wort nehmen?" sagte er zuder Gräfin Lansmere. „Ich kann nicht freien — kann nichtvon Liebe sprechen."
So kam denn unter Vermittlung die Heirath mit allenihren großen Vortheilen für den zu Grunde gerichtetenGentleman zu Stande, lind Egerton war, wie wir gesehenhaben, vor der Welt der seine und würdevolle Gatte — warmit einem Weibe verbunden, das ihn anbetete. Es ist das