von dessen Vorhandenseyn die Welt nichts wußte, einenVater suchte. Diese Vorstellungen brachten den guten Pfarrerin nicht geringe Verlegenheit. Aber Jane Fairfield hatteeinen so sanguinischen Glauben an die Unschuld ihrer Schwe-ster und ihr ganzer Argwohn zielte natürlich auf LordL'Estrange hin. Das Gleiche war vielleicht auch bei Mrs.Avenel der Fall, obgleich sie es nie eingestaud. Von derRichtigkeit dieser Muthmaßungen war Mr. Dale vollkom-men überzeugt. Die Bewunderung des jungen Lords unddie Besorgnisse der Lady Lansmere hatten einem Manne nichtentgehen können, der so oft rn dem Park auf Besuch war.Harleys plötzliche Entfernung unmittelbar vor Nora's Rück-kehr in die Heimath — Egertons eben so unerwarteter Rück-tritt von der Bewerbung um die Wahl, noch eh' die Opposi-tion erklärt war, und seine Abreise an Nora's Todestag, umsich zu seinem Freund zu begeben — alles Dies befestigtein ihm die Vorstellung, daß Harley entweder der Verführeroder der Gatte sey. Es fehlten dem jungen Lord noch einigeJahre zu seiner Volljährigkeit — vielleicht hatte eine Ver-mählung im Geheim oder im Ausland stattgefunden. Erwollte wenigstens den Versuch machen, ob er der Sache beiLord L'Estrange nicht auf den Grund komme» könne. DaHarleys Krankheit ihn an der Ausführung dieses Vorhabenshinderte, so beschloß er, zu sehen, in wie weit sich das Ge-heimniß durch eine Besprechung mit Egerton aufklären lasse;denn Letzterer stand allgemein in dem Ruf eines ernsten,ehrenhaften und wahrheitliebendeu Charakters, so daß derPfarrer diesen Schritt wohl rechtfertigen zu können glaubte.
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