1647
— (seine Lippe zuckte krampfhaft) — dann wollen wir vonHarley sprechen."
Schwindelig und betäubt entfernte sich Egerton undschlug mechanisch den Weg durch de» Park nach John AvenelsWohnung ein. Er hatte ein paar Tage vorher im Laufseiner Wahlbewerbung dieses Haus betreten muffen, undsein weltlicher Stolz war sehr erschüttert worden, als er derHeimath, der Stellung und der Manieren seiner Schwieger-eltern ansichtig wurde — eine Scene, die im Geheim ihmdie Worte abrang: „Und ich, Audley Egerton, muß dasKind solcher Personen der Welt als meine Gattin ankündi-gen!" Jetzt aber, wäre sie das Kind eines Bettlers odergar eines Verbrechers gewesen — jetzt, wie gering und ge-mein würde ihm diese ganze gefürchtete Welt erschienen seyn,wenn er sie wieder hätte in's Leben rufen können! Zu spät
— zu spät! Der Thau glänzte in der Sonne, die Vögelsangen in der Luft und waches Leben bewegte sich rings umihn her; aber in seinem Herzen sah es aus wie in einemBeinshans. Nichts als Tod, und die Todte dort — Nichts!Er langte an der Thüre an; sie stand offen. Er rief — keineAntwort. Ungestört und ungesehen stieg er die schmaleTreppe hinauf; er kam in das Gemach, wo die Leiche lag.An der anderen Seite des Bettes saß John Avenel; ein tieferSchlummer schien ihn gefangen zu halten. In Wirklichkeitwar er von einer Lähmung betroffen worden, obschon wederer selbst noch sonst Jemand eine Ahnung davon hatte. Werhätte auch in einem solchen Augenblick dem starken, kräftige»Miami Beachtung schenke» sollen? Nicht einmal seine arme,