1643
so würdevoll und kalt gesehen hatte, als dieser aufsprangund das Gefühl seines ewigen Verlustes auf sein Herzeinstürmte.
Endlich gelang es ihm, seine Aufregung niederzukämpfen.Mit scheinbarer Ruhe und mit einem Schweigen, das nurdurch die hastigen beklommenen Athemzüge unterbrochenwurde, hörte er die Erzählung der Lady Lanömere an.
Ein Gast des Hauses, eine Verwandte der GräfinLansnicrc, war vor einigen Stunden Plötzlich erkrankt. Die-ser Vorfall veranlaßte große Verwirrung im Haus, und manhatte die Gräfin geweckt, welche Mr. Morgan, den Arzt derFamilie, herbeibescheiden ließ. Von ihm nun erfuhr sie, daßgestern Abend spät Nora Avenel in das Haus ihres Vaterszurückgckehrt, von einem Hirnfieber befallen und in weni-gen Stunden weggcstorben war.
Nachdem Audley diesen Bericht angehört hatte, wandteer sich, noch immer in tiefem Schweigen, dcr Thüre zu. LadyLansmcre faßte ihn am Arm.
„Wohin wollt Ihr? Ach, kann ich Euch nun bitleu,meinen Sohn vor dieser Schreckenskunde zu bewahren, daEuch selbst so schweres Leid betroffen hat? Und doch —doch — Ihr kennt sein vorschnelles Wesen, seine Heftigkeit— wenn er erfährt, Ihr seyed sein Nebenbuhler, ihr Gattegewesen — Ihr, dem er alles Vertrauen schenkte! Wasmüßte die Folge seyn! — Ich zittere!"
„Zittert nicht — Ihr seht, daß ich nicht zittere. Laßtmich fort — ich werde bald wieder zurück sey» — und dann