besorgte Gattin fand Zeit dafür. Man hatte ihn dage^lassen, daß er das Hans hüte und bei der Tobten wache —ihn, der des eigenen BewußtseynS nicht mächtig und selbstberührt war von der unsichtbaren eisigen Hand! Audleyschlich an das Lager hin und erhob die Decke über dem blaffen,stillen Gesicht. Wer kann sagen, was während der Minute,welche er hier stand, in seinem Innern vorging? Aber alser dem Zimmer den Rücken kehrte und die Treppe hinabging,ließ er Liebe und Jugend, alle die süßen Hoffnungen undFreuden eines glücklichen Hausstandes hinter sich — fürimmer!
Er kehrte zu Lady Lausmere zurück, welche seiner An-kunft in der ängstlichsten Spannung entgegensah.
„Jetzt will ich zu Harley gehen," sagte er trocken, „unddafür sorgen, daß er nicht hieher kömmt."
„Ihr seyd bei ihren Eltern gewesen. Gütiger Himmel,wissen sie von Eurer Heirath?"
„Nein; Harley muß zuerst Kunde davon erhalten. In-zwischen Stillschweigen!"
„Stillschweigen!" wiederholte Lady Lansmere. Und ihrglühende Hand ruhte in der von Audley, welche sich wie Eisanfühlte.
Eine Stunde später hatte Egerton das Haus verlassenund traf gegen Mittag mit Harley zusammen.
ES ist jetzt nöthig, zu berichten, warum die ganze Fa-milie Avenel mit Ausnahme des armen, vom Schlag gerühr-ten Vaters das Trauerhaus verlassen hatte.
Nora war während der Geburt ihres Kindes irreis