dem er sich entfernt hatte, versank Egerton in tiefe Ge-danken. Es verbreitete sich das Gerücht von einer unerwar-teten Opposition. Seine Parteigänger wurden ängstlich undunruhig, und es zeigte sich bald, daß der Einfluß von Lans-mere, wenn er angegriffen wurde, schwächer war, als derGraf glauben wollte. Egerton konnte sogar durchfallen,und wenn es so weit kam, was mußte aus ihm werden?Wie sollte er seine Gattin unterhalten, auf deren Rückkehrer noch immer rechnete und die er dann auf jede Gefahr hinanzuerkennen gedachte? An jenem Tage hatte er mit Wil-liam Hazeldean über die Familienpfründe gesprochen. „Frie-den wenigstens" — dachte der ehrgeizige Mann — „ichwerde Frieden haben!" Und der Sguire hatte ihm, wennes nöthig wurde, die Pfarrei zugesagt, freilich nicht ohne eininneres Bangen, denn seine Harry hatte bereits ihren ehli-chen Einfluß zu Gunsten des Gatten ihrer alten Schulfreun-din, des Mr. Dale, aufgeboten, und auch der Squire meinte,Audley werde nur einen kläglichen Dorfpfarrer abgeben,während dagegen Dale, wenn er sich nur etwas mehr Leibzulegte, als ihm seine bisherige Pfründe gestattete, einPfarrer seyn würde, wie man unter tausend nicht zehn fände.Aber obgleich Audley sich auf das Schlimmste gefaßt hielt,bot er doch allen seinen Kräften auf, um den besseren Theilzu erringen. Er musterte mit seinem Comitö die Wähler-liste und besprach sich mit demselben über den Charakter,die Politik und die Interessen eines jeden einzelnen Wählers,bis die Nacht fast um war. Als er aufseinem Zimmer, dessenLäden nicht verschlossen waren, anlangte, trat er für eine
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