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„Arme Nora!" sagte Egerton mit einem Seufzer.„Diese Antwort wird ihr kurz und roh genug Vorkommen.Setzt ihr das, was mich entschuldigt, freundlich auseinander,so daß es mir für die Zukunft zu Statten kümmt. Ich habein der That weder Zeit noch Sinn für sentimentale Ergüsse,und das Wenige, das je in mir stack, ist nahezu aus mirherausgeärgert. Dennoch liebe ich sie tief und innig."
Levy. — «Dies muß wohl der Fall gewesen seyn.Ich hätte nie gedacht, daß es Euch möglich wäre, die Welteinem Weibe zum Opfer zu bringen."
Egerton. — „Auch ich nicht; aber —" fügte derstarke Mann bei, der in sich jene Macht fühlte, welche dieWelt weit mehr bezwingt als das Wissen, ich meine den ru-higen Muth — „aber ich habe die Welt noch nicht geopfert.Diese Rechte wird sie aufrecht erhalten und mich dazu."
Levy. — „Schön gesagt! Vorderhand aber, umsHimmels willen, versucht ja nicht, nach London zu gehenoder diesen Platz zu «erlassen; denn ich weiß, daß Euch indiesem Falle Verhaftung bevorsteht, und dann Adieu allenHoffnungen auf das Parlament und auf eine Laufbahn."
Nudley's stolzes Gesicht verdüsterte sich. Wie der Hundin seiner kampflustigsten Stimmung ängstlich vor dem Steinedavonschleicht, den man ans dem Schlamm aufgreift, so sinktauch dem Ehrgeiz, der sich aufrichtet, um dem ganzenMenschengeschlecht Trotz zu bieten, der Muth , und er ziehtsich scheu zurück, wenn man ihm zuflnstert — „Schandeund ein Gefängniß!" Am Abend machte Levy seinen Be-such bei Nora. Indem er sich durch Egertons Lob und durch