mittelbare demüthige Entschuldigungen über seine frühereAnmaßung in ihre Gunst einznschmeicheln suchte, bahnteer den Weg zu weiteren Besuchen an. Sie war so «erlassen,und es that ihr so wohl, Jemand zu sehen, der frisch vonihrem Audleh herkam und mit dem sie von ihn, sprechenkonnte. So schlich sich der freundschaftliche, achtungsvolleGast allmälig in ihr Vertrauen ein, und dann begann erunter hohen Lobeserhebungen über Audleys überlegene Gei-stesgaben sich über das weltliche Trachten des jungen Ehe-manns und über die Sorge für seine Laufbahn zn verbreiten.Dies geschah in einer Weise, welche schon geeignet war,Nora einige Unruhe einzuflößen, indem aus seinen Wortendie Folgerung sich ziehen ließ, daß sie ihm wohl theuer sey,aber neben seinem Ehrgeiz doch nur die zweite Nolle spiele.Nachdem Levy sich in dieser Weise Bahn gebrochen hatte,begann er sein achtungsvolles Bedauern über ihre zweideu-tige Lage merken zn lassen; er warf Winke über Klatschereiund Schmähsucht hin und drückte seine Besorgniß aus, dieVeröffentlichung des Ehebündniffes könnte für die Wahrungihres Rufs zu spät kommen. Und was mußten dann dieGefühle des stolzen Egerton sehn, wenn er seine Gattin aus-geschlossen sah von der Welt, die er so hoch schätzte? Ohnedaß sie selbst wußte, wie es zuging, hatte er sie dahin gebracht,daß sie, obschon nur schüchtern, in ihren Briefen an Audlehihre Besorgniß und ihren natürlichen Wunsch ausdrückte.Wann konnte die Verbindung veröffentlicht werden? Ver-öffentlicht! Audleh fühlte, daß das Bekanntwerden einersolche» Heirath in einem solchen Augenblick ihm die letzte
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