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Lady Lansmere und aufrichtig besorgt, Harley vor einerUnbesonnenheit zu bewahren, die seiner Ansicht nach verderb-lich für ihn werden mußte, persönlich diese gepriesene Perlezu prüfen und ihre Mängel ausfindig zu machen. Egcr-ton befand sich damals in der ersten Blüte seiner ernsten,entschlossenen und ehrgeizigen Jugend. Das Stattliche inden ihm natürlichen Manieren hatte damals eine Geschmei-digkeit und Feinheit, die sich selbst im spgtern bewegten Le-ben nie ganz verlor; denn trotz der Wortkargheit und derkälteren Mienen, womit Sorge und Macht den Geschäfts-mann stempeln, hatte sich der Minister doch stets jener per-sönlichen Beliebtheit erfreut, welche nur ein gewisses nichtnäher zu bezeichnendes äußerliches Etwas verleiht, das zu-gleich zu gewinnen und zu gefallen weiß. Doch besaß erschon in jener Zeit jene glückliche Zurückhaltung, welcheRochefaucoult „das Geheimniß des Körpers" genannt hat— jenen dünnen, aber doch schützenden Schleier, welchernur die kräftigen Umrisse des Charakters durchscheinen läßtund so großes Interesse dadurch erregt, daß er der Muth-maßung so reichen Spielraum läßt. Dem Manne, welchemdiese von Schüchternheit so ganz verschiedene Zurückhaltungangeboren ist, traut die Welt weit mehr Eigenschaften undTalente zu, als sie an ihm wahrnimmt, und solche Charak-tere werden in demselben Vcrhältniß für Andere anziehend,als diese mit Einbildungskraft begabt sind, welche es liebt,das Unbekannte zu ahnen.
Bei der ersten Begegnung war der Eindruck, welchenhiescr Mann auf Nora Avenel machte, tief und wundersam,