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Sie hatte schon früher von ihm gehört, daß Harley ihmmit der meisten Liebe und Achtung zngethan war, underkannte schnell in seiner Miene und in seinem Aeußerensowohl, als in seinen Worten und sogar in dem Ton seinertiefen, ruhigen Stimme jene Gewalt, welche selbst die geist-vollste Frau nie erringt und der sie deshalb einen nichtimmer Achten Adel zuschreibt, nämlich die Kraft überlegterEntschlossenheit und eines seines Ziels bewußten ruhige»Ehrgeizes. Die Wirkung, welche Nora auf Egerton her-vorbrachte, war nicht weniger plötzlich. Er staunte überdie Schönheit eines Antlitzes und einer Gestalt, welche einerso seltenen Ordnung angchörte, daß man ihrer im Lebenhöchstens ein- oder zweimal begegnet. Noch mehr aber über-raschte ihn die Entdeckung, daß der Adel der Seele eineAnmuth verleihen konnte, welche nie durch den Adel der Ge-burt übertroffen wurde. Er hatte einem einfachen erröthen-dcn Dorfmädchen zu begegnen erwartet, mußte aber jetzt un-willkürlich tief seine stolze Stirne beugen vor dem erstenAnblick dieser zarten Blüte und des feinen Anstandes, wel-cher des Weibes sicherster Schlüssel zu der Achtung desMannes ist. Weder in der ersten, noch in der zweiten oderdritten Besprechung, ja, erst nachdem er vielmal mit ihrzusammengekommen war, konnte er sich soweit ermuthigen,daß er mit seinem Auftrag den Anfang machte und Harley'sErwähnung that. Und als es ihm endlich gelang, geschahes mit stotternden Worten. Nora's Antwort ließ ihm jedochkeinen Zweifel. Er sah, daß Harley nicht geliebt wurde,Md eine Freude, um deren willen er sich selbst Vorwürfe