Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1592
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Neu. Die lange, freundlose Landstraße, die sich fort nnd fortausstreckte— bis zu der herzlosen Großstadt. Und die Thürender Heimath, die sich anfthaten gegen die verödete Straße —und die alte Zwcrgeiche neben der Schwelle mit den Naben,die darum herflatterten und ihren Jungen riefen. Auch erhatte von derselben öden Straße» aus diese Schwelle be-trachtet. Auch er hatte den Nnf der Raben vernommen.Dann kamen einige Seiten, mit schwermüthigen Versenoder träumerischen, düsteren Betrachtungen bedeckt.

Die Schreiberin war in London, indem Hause einerhochgeborenen Beschützerin — als jener freundlose Schattender Freundschaft, welchen das Rvthwelsch des hohen Tonseine „Gesellschafterin" nennt. Und sie blickte ans die stür-mische, glänzende Welt wie durch die Gitter eines Gefäng-nisses. Der arme Vogel, fern von dem Grün der Wälder— sie bedurfte des Gesangs: er war das letzte Glied, dassie mit der Natur und der Freiheit in Verbindung brachte.Die Beschützerin scheint ihre Besorgnisse vor dem knaben-haften Freier, dessen wildem Drängen die Flüchtige Wider-stand geleistet hat, zu theilen, fürchtet aber mehr die Herab-würdigung des Verfolgers, als die der Verfolgten —fürchtet eine Verbindung, die unpassend ist für eine» hoch-geborenen Erben. Und diese Art von Furcht stachelt denStolz der Schreiberin, und sie wird hart in ihrem Urtheilüber den, welcher ihr nur Schmerz bereitet, während er ihrLiebe bietet. Dann kömmt eine Hindeutung auf einen Freier,den man ihr aufdrängen will. Und man sagt ihr, es seyihre Pflicht, die Belvepbnng anzuuehmen und so eine edle