Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1593
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1893

Familie von einer Furcht zu befreien, die so lange nicht be-schwichtigt ist, bis sie ihre Hand vergeben hat. Ucber dieseFurcht sowohl, als über den Bewerber bricht sie in ärger-liche, aber doch pathetische Verachtung aus. Jetzt scheint,den Daten nach, das Tagebuch für Wochen zu ruhen, alssey die Verfasserin erschöpft und überdrüssig, beginnt aberplötzlich wieder mit einem neuen Aufschwung, beredt imHoffen, aber voll von nie zuvor gekannten Befürchtungen.Mit cinemmale spricht jetzt die erste Person das lebendigeIch" athmet und bewegt sich in den Zeilen. Wie kam dies?Die Jungfrau war nicht ein Schatten ein ihr selbst un-bekanntes Geheimniß. Das innige und lebendige Gefühleiner individuellen Wesenheit hatte sich ihr aufgeschlossen,und die Liebe sprach laut in dem erwachten menschlichenHerzen.

Eine früher nie gesehene Person erscheint jetzt auf denBlättern. Sie nennt dieselbe später immer nurEr", alssey er der einzige und alleinige Repräsentant aller der My-riaden , welche auf Erden wandeln. Die erste Bemerkungüber das Auftreten dieses hervorragenden Charakters zeigt,welche aufregende Wirkung er auf ihre Einbildungskraft ge-macht hat. Er erscheint ihr in dem Lichte einer Romantik,mit dem vielleicht nur sie ihn bekleidet. Sie schildert ihn imGegensatz zu dem herrlichen Knaben, dessen Bewerbung siefürchtete, bemitleidete und zu vermeiden suchte schildertan ihm die ernste, würdevolle und doch edle Miene eineStimme, dazu gemacht, um Achtung einzustößen ein Augepnd eine Lippe, welche die ruhige Würde des Willens bekun-